Bautrocknung

Zu hohe Wassergehalte in verschiedenen Materialien

 
BautrocknungEntfeuchtung wird vor allem im Zusammenhang mit Neubauvorhaben oder Wasserschäden eingesetzt, um zu hohe Wassergehalte aus Materialien und Parkett zu entfernen.

Bei Wasserschäden gilt es grundsätzlich so früh wie möglich mobile Luftentfeuchter einzusetzen, aber da Art und Ausmaß von Wasserschäden sehr unterschiedlich sind, ist es notwendig die richtige Herangehensweise von Fall zu Fall zu bestimmen.

Ein ganz entscheidender Faktor bei Wasserschäden ist die Zeit, die dem Wasser zur Verfügung stand, um in Mauerwerk, andere Gebäudekonstruktionen oder Einrichtungsgegenstände einzudringen. Dann ist es wichtig den Luftwechsel so gering wie möglich zu halten, um zu verhindern, dass feuchte Luft in den Raum gelangt. Die Faustregeln im Anhang geben Ihnen einige empirische Daten an die Hand, da es bei Wasserschäden oft nahezu unmöglich ist, den Entfeuchtungsbedarf absolut korrekt zu errechnen.

Bei der Trocknung von Neubauten ist es ebenfalls wichtig, den Luftwechsel gering zu halten, ganz entscheidend ist aber, ein möglichst zutreffendes Bild über den Wassergehalt in den verwendeten Materialien zu erhalten. Hinzu kommt, dass es häufig gilt, einen Termin einzuhalten, d.h. die Entfeuchtung muss in einer vorher festgelegten Zeit abgeschlossen sein. 

Bautrocknung
Früher zogen sich die Bauarbeiten an einem durchschnittlichen Gebäude über 6-9 Monate hin und die verwendeten Materialien waren durch die natürliche Ventilation getrocknet, bis das Gebäude fertiggestellt wurde. Heute ist allerdings die Bautätigkeit wesentlich effizienter und schneller. Das heißt auch, noch vorhandene überschüssige Feuchtigkeit aus diversen Materialien muss entfernt werden, bevor das Gebäude bezogen werden kann.

Mobiler Luftentfeuchter CDT für Bautrocknung und WasserschadensanierungNeubauten können schnell und kostengünstig mit einem mobilen CDT Luftentfeuchter ausgetrocknet werden.

Wenn Sie einen mobilen Luftentfeuchter auswählen wollen, um ein Gebäude zu trockenen, müssen Sie bestimmen, wie viel Wasser entfernt werden muss und welcher Zeitraum dafür zur Verfügung steht. Dies aber ist gar nicht so einfach. In einigen Fällen ist es möglich, den Wassergehalt in Baumaterialien aus Tabellen zu entnehmen. Dabei gilt es aber zu beachten, dass bei Neubauten alles von den tatsächlich verwendeten Baumaterialien und ihren Spezifikationen abhängt. Der Wassergehalt verschiedener Baumaterialien variiert so stark, dass eine einfache Faustregel nicht aufgestellt werden kann. 

Wassergehalt verschiedener Baumaterialien (kg/m3)

 

Material Ausgangsgehalt Wasser chemisch gebunden angestrebter Gehalt wasser, das entzogen werden muss
Holz 80  - 40 40
Dachziegel 10 - 10 0
Ziegelwand 80 - 10 70
Leichtbeton  100-200 - 20 80-180
Beton K 15 II 180 42 38 100
Betone K 25 II 180 57 46 77
Beton K 40 II 180 71 51 58

 

In diesem Beispiel wollen wir die Entfeuchtungsleistung berechnen, die benötigt wird, um ein neu gebautes Gebäude innerhalb von 30 Tagen zu trocknen. Das Gebäude ist 2,4m hoch, 7m breit und 16m lang. Die Wände und die Decke sind aus vorgetrocknetem Holz gefertigt. Der Boden muss allerdings getrocknet werden, da es sich um eine 10 cm starke Schicht Beton K 40 II handelt. 

Die Daten:

Zeitraum 30 Tage
   
Umgebungs-
verhältnisse
t = 20°C und 50% rF (gemittelt zwischen einer relativen Feuchte von 60% zu Beginn und 40% am Ende des Trocknungsvorgangs)
   
Volumen des Gebäudes 2,4 * 7 * 16 = 268,8 m3
   
Material Beton K 40 II, 10 cm

Die Berechnung:
Volumen des Betons:
V = 16 * 7 * 0,1 = 11,20 m3

Wassergehalt im Betonboden:
Q = 11,20 * 58 kg Wasser/m3 = 649,6 kg Wasser

Es müssen 649,6 Liter Wasser in 30 Tagen entfernt werden:
W = 649,6/30 = 21,65 Liter in 24 Stunden

Mobiler Luftentfeuchter CDT für Bautrocknung und WasserschadensanierungEmpfehlung: CDT 40. Kapazität: 0,7 Liter/Stunde bei 20ºC und 50% rF. Ein CDT 40 würde 16,8 Liter in 24 Stunden entfernen. Das heißt, man sollte zwei CDT 40 einsetzten. Bedenken Sie, dass der Trocknungsprozess zu Beginn am schnellsten verläuft, da der Wassergehalt dann sehr hoch ist. Wenn die rF-Werte sinken, nimmt auch die Entfeuchtungsleistung ab.

Richtlinien für das Trockenverfahren

Wenn Entfeuchtung genutzt wird, um Gebäude und Materialien zu trocknen, läuft der Entfeuchter kontinuierlich. Die relative Feuchte wird schrittweise gesenkt, was neue Verdunstung aus dem feuchten Material ermöglicht. Die Stärke der Verdunstung hängt von der Raumtemperatur, dem Material und der relativen Feuchte der Luft ab.

Einer der großen Vorteile der Kondensationsentfeuchtung ist, dass sie einen gleichbleibenden und sanften Trocknungsprozess bewirkt. Wenn Zeit nicht der entscheidende Faktor ist, erzielt man den optimalen Entfeuchtungsprozess unter stabilen Bedingungen von 20ºC und ungefähr 40% Luftfeuchtigkeit im Raum. Auf diese Weise bleibt eine perfekte Balance zwischen trockener Luft und feuchten Materialien erhalten, die sowohl eine zu schnelle Oberflächentrocknung vermeidet, als auch die Schädigung von vorgetrockneten Materialien, wie z.B. Parkett.

Man kann zusätzlich heizen, falls dies notwendig erscheint, sollte dabei aber bedenken, dass eine forcierte Trocknung schädlich sein kann. Es besteht das Risiko, dass nur die Oberfläche trocknet, wobei ein großer Teil der Feuchtigkeit in der Wand oder Decke verbleibt. Dies verlängert den Trocknungsprozess, da die Feuchtigkeit nicht mehr ohne weiteres durch die trockene Oberfläche nach außen dringt. Oberflächentrocknung kann zudem zu Rissen auf der Oberfläche von Wänden, Decken oder Böden führen.

Es ist wichtig, dass der Raum bzw. das Gebäude so gut wie möglich abgedichtet wird. Auch ist es wichtig darauf zu achten, dass das Gebäude gut gegen Regen und Schnee geschützt ist. Es ist notwendig zu lüften, wenn im Gebäude z.B. Malerarbeiten ausgeführt werden, aber das Gebäude sollte immer wieder dicht verschlossen werden, sobald es leer ist. Auch ist Vorsicht geboten, damit vorgetrocknete Materialien bei offenen Fenstern keine Feuchtigkeit ziehen.

Wenn der Luftwechsel im Raum nicht kontrolliert wird, machen wechselnde Umgebungstemperaturen und Luftfeuchtewerte es wesentlich komplizierter, den Trocknungsvorgang zu kontrollieren. Im Winter enthält die kalte Außenluft in der Regel nur wenig Wasser und die Feuchtigkeit im Raum wird selten dadurch merklich steigen, selbst wenn der Luftaustausch erheblich ist. Der Energieverbrauch steigt allerdings rasant, da die kalte Luft aufgeheizt werden muss. Im Sommer kann der Wassergehalt in der Luft ganz erheblich sein und es notwendig machen, wesentlich mehr Wasser aus der Luft zu entfernen, um das gewünschte Trocknungsziel zu erreichen, wenn der Raum nicht ausreichend abgedichtet ist.

In den meisten Fällen ist die Feuchtigkeit im Keller konzentriert und an Orten, an denen Wasser während des Bauens zum Einsatz kam, z.B. beim Streichen, Betonmischen usw. Es ist sinnvoll gerade an solchen Stellen den Entfeuchter aufzustellen, da er dort die größte Wirksamkeit entfaltet.

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